Die Wassernuss ist eine einjährige Wasserpflanze, die mit
einem langen, dünnen Stängel am Gewässergrund verankert (nicht
verwurzelt) ist. Der obere Teil des Stängels ist gestaucht und bis zu
einem Zentimeter dick. Hier entspringen die ledrigen, in einer Rosette
angeordneten, rhombischen Schwimmblätter, die im Frühjahr zu Beginn der
Vegetationsperiode olivgrün gefärbt sind. Später im Jahr nehmen die
Blätter eine violettbraune Farbe an. Die Blätter zeichnen sich durch
einen aufgeblasenen, hohlen Blattstiel aus und sind, wie die Blattstiele,
unterseits dicht borstig behaart.
Während der Blütezeit zwischen Juli und August bilden
sich ca. 8 mm große, weiße Blüten. Daraus entwickeln sich ca. 3 -
5 cm große Steinfrüchte mit 4 spreizenden bis zurückgebogenen
Kelchdornen. Die Früchte sinken im Herbst in den Schlamm und keimen im
kommenden Jahr erst bei Wassertemperaturen von mindestens 12 °C.
Die Wassernuss ist in Baden-Württemberg und
Rheinland-Pfalz in ihrem Vorkommen auf das Oberrheingebiet zwischen Speyer
und Rastatt beschränkt. Sie besiedelt eutrophe bis sehr eutrophe, flache
Gewässer mit kalkreichem, schlammigen Grund, die sich im Sommer auf über
25 °C erwärmen.
Die Art gilt nach den Roten Listen von Deutschland (1996),
Baden-Württemberg (1992) und Rheinland-Pfalz (1986) als "stark
gefährdet" (RL 2). Die Bestände sind seit den 80er Jahren stark
zurückgegangen, so dass die Wassernuss in Baden-Württemberg mittlerweile
"vom Aussterben bedroht" ist.