Wassernuss, Trapa natans L

Wassernuss_mehrere.jpg (703778 Byte)

Wassernuss, dichter Bestand

Die Wassernuss ist eine einjährige Wasserpflanze, die mit einem langen, dünnen Stängel am Gewässergrund verankert (nicht verwurzelt) ist. Der obere Teil des Stängels ist gestaucht und bis zu einem Zentimeter dick. Hier entspringen die ledrigen, in einer Rosette angeordneten, rhombischen Schwimmblätter, die im Frühjahr zu Beginn der Vegetationsperiode olivgrün gefärbt sind. Später im Jahr nehmen die Blätter eine violettbraune Farbe an. Die Blätter zeichnen sich durch einen aufgeblasenen, hohlen Blattstiel aus und sind, wie die Blattstiele, unterseits dicht borstig behaart.

Während der Blütezeit zwischen Juli und August bilden sich ca. 8 mm große, weiße Blüten. Daraus entwickeln sich ca.  3 - 5 cm große Steinfrüchte mit 4 spreizenden bis zurückgebogenen Kelchdornen. Die Früchte sinken im Herbst in den Schlamm und keimen im kommenden Jahr erst bei Wassertemperaturen von mindestens 12 °C. 

Die Wassernuss ist in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz in ihrem Vorkommen auf das Oberrheingebiet zwischen Speyer und Rastatt beschränkt. Sie besiedelt eutrophe bis sehr eutrophe, flache Gewässer mit kalkreichem, schlammigen Grund, die sich im Sommer auf über 25 °C erwärmen. 

Die Art gilt nach den Roten Listen von Deutschland (1996), Baden-Württemberg (1992) und Rheinland-Pfalz (1986) als "stark gefährdet" (RL 2). Die Bestände sind seit den 80er Jahren stark zurückgegangen, so dass die Wassernuss in Baden-Württemberg mittlerweile "vom Aussterben bedroht" ist.

Wassernuss_einzeln.jpg (917451 Byte)

Wassernuss, Einzelexemplar

Wassernuss_Bluete.jpg (292890 Byte)

Wassernuss, Einzelblüte

Wassernuss_Frucht.jpg (290706 Byte)

Wassernuss, Frucht

Klicken Sie auf die Miniaturbilder, um sie zu vergrößern